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Wiedereröffnung nach Umbauarbeiten - Bremen-Südost - WESER-KURIER

Arberger Schützen wird waffenrechtliche Erlaubnis neu erteilt / Verein besteht seit 60 Jahren - 28.09.2014

Wiedereröffnung nach Umbauarbeiten

Wiedereröffnung Schützenverein Arbergen 2015

Von Jürgen Juschkat

Arbergen. Als der Schützenverein Arbergen 2011 durch den Entzug der waffenrechtlichen Erlaubnis am Scheideweg stand, entschlossen sich die Mitglieder zur Offensive. Eine neue Belüftung wurde installiert, außerdem gibt es eine andere Heizung und Abwasserhebeanlage. Nun läuft alles wieder in geregelten Bahnen.

60 Jahre – 60 Gäste:

Der 1954 gegründete Schützenverein Arbergen feierte in seinem Domizil das 60- jährige Bestehen und die Wiedereröffnung der Sportanlage, in die in den vergangenen Jahren erhebliche Gelder investiert wurden.

Nachdem der Schützenverein Arbergen 2004 das 50- jährige Bestehen mit großem Aufgebot gefeiert hatte, stand der Verein nach Aussage des Vorsitzenden Norbert Bostelmann 2011 „am Scheideweg“. Die Grundlage für den Schießsport – die waffenrechtliche Erlaubnis – wurde durch die Behörden entzogen.

 

„Ein Tiefschlag, urplötzlich entsprachen die Fluchtwege wie auch die Belüftung des Untergeschosses nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen“, erklärte der Arberger Vorsitzende bei seiner Rede zur Geburtstagsfeier des Vereins. „Auflösung, Konzentration auf Luft- und Bogensport? Viele Gedanken, viele Ideen kamen auf den Tisch, wurden verworfen, wieder hervorgeholt und neu beraten, um letztlich nach einer Lösung zu suchen“, ergänzte Norbert Bostelmann. 

Pünktlich zum 60-jährigen Bestehen des Schützenvereins wurde die waffenrechtliche Erlaubnis nicht nur erteilt, sondern auch um die Gattung Schwarzpulver erweitert. In den vergangenen drei Jahren wurden jeweils 20 000 Euro für die Umbauarbeiten ausgegeben. „Dabei ist die Eigenleistung in Form von Arbeitskraft nicht eingerechnet“, gab der SVA Vorsitzende bekannt. Die Finanzierung erfolgte durch Eigenkapital, ein Darlehen des Landessportbundes sowie die finanziellen Zuschüsse des Sportamtes, der Stiftung Wohnliche Stadt, aus Globalmitteln des Beirates Hemelingen und Spenden der Sparkasse und von einigen Mitgliedern. 

Die größte Summe musste für die raumlufttechnische Anlage ausgegeben werden. Es wurde aber notgedrungen weiter investiert. Der Großteil eines weiteren Investitions-Etats von 14 000 Euro floss in eine neue Heizungsanlage, wo von Heizöl auf Nahwärme vom Blockheizkraftwerk (BHKW) von Grothenn’s Gasthaus umgestiegen wurde. Unplanmäßig musste auch noch die Abwasserhebeanlage ausgetauscht werden. Mit Ehrengästen – unter anderem Hemelingens Ortsamtsleiter Ullrich Höft und Anke Precht vom Sportamt – sowie Vertretern zahlreicher befreundeter Vereine wurden das 60-jährige Bestehen und die Wiedereröffnung gebührend gefeiert. Von den Gründungsmitgliedern nahmen Fritz Mildner, Günter Preiß und Werner Bruns an der Feier teil. Die Mitarbeiterin des Sportamtes vom Senator für Inneres und Sport lobte in ihrer Ansprache das Ehrenamt und die geleisteten Arbeitsstunden, ging aber auch aufs Brauchtum und die gute Jugendarbeit ein. „Die Schützen sind Vorbilder im Umgang mit Waffen“, stellte sie fest, die selbst einmal im ländlichen Bereich Kinderkönigin gewesen ist.

 

Die Arberger Schützen nahmen das 60-jährige Bestehen zum Anlass, neben den Feierlichkeiten auch auf dem Schützenstand aktiv zu werden. Beim Wettbewerb um den Gründungskönig setzte sich Jürgen Dohrmann vor Klaus Kleymann und dem Vorsitzenden Norbert Bostelmann durch. Nach zehn Jahren wurde Wilfried Gutjahr durch Klaus Kleymann als König der Könige abgelöst. Auf die folgenden Plätze kamen Albrecht Scheer und Jürgen Dohrmann.